Ambulante Photopherese

Transfusionsmedizin

Leiter:
Prof. Dr. med. Holger Hackstein, MBA
 

Ambulante Photopherese

Die extrakorporale Photopherese ist ein therapeutisches Verfahren bei dem die patienteneigenen Blutzellen im Rahmen einer Apherese-Behandlung gezielt mit UVA-Licht behandelt werden. Hierzu wird zunächst das Leukozyten-reiche Plasma des Patienten gesammelt und nach Zugabe von 8-Methoxypsoralen einer kontrollierten UVA-Bestrahlung ausgesetzt und dem Patienten zurückgegeben.

Die Photopherese wird seit vielen Jahren weltweit erfolgreich bei verschiedenen Erkrankungen des Immunsystems und bei Komplikationen nach Organtransplantation oder Knochenmark-/Stammzelltransplantation eingesetzt. Typische Indikationen sind die Graft-versus Host Erkrankung nach Knochenmark-/Stammzelltransplantation, sowie die chronische Transplantatabstoßung im Rahmen der Organtransplantation. Weitere typische Indikationen sind verschiedene Hauterkrankungen aus dem Formenkreis der kutanen T Zell Lymphome, wie z.B. Mycosis Fungoides oder Sezary Syndrom.

Als einer der ganz wenigen Einrichtungen in Deutschland bieten wir die Photopherese auch als ambulantes Therapieverfahren ohne stationären Krankenhausaufenthalt an.
Falls Sie an dieser Behandlung interessiert sind, bitten wir um Kontaktaufnahme mit unserer Oberärztin Frau Dr. Achenbach über unsere Ambulanz (Tel. 09131-85-36457).

Darüber hinaus haben wir das Photopherese-Verfahren dahingehend weiterentwickelt, dass es auch bei Kleinstkindern eingesetzt werden kann (sog. Mini-Photopherese). Diese spezielle Behandlungsform bieten wir in Kooperation mit der hiesigen Kinderklinik an.