Blutspender sind Lebensretter!

Blut ist nicht ersetzbar. Es kann nur vom Körper selbst gebildet werden und ist nur begrenzt haltbar. Allein in Bayern werden täglich 1.000 Liter Blutkonserven zur Versorgung der Patienten bei Operationen und Transplantationen benötigt. Der Jahresbedarf am Uni-Klinikum Erlangen liegt bei rund 50.000 Blutkonserven - Tendenz steigend. Jede Blutspende rettet Leben - eventuell auch das eigene!

Helfen Sie mit - spenden Sie Blut - retten Sie Leben!

Alles über die Blutspende

Wir suchen Spender für Vollblutspenden, Plasmapherese- und Thrombozytapheresespenden:
  • Vollblutspenden werden für die Herstellung von Erythrozytenkonzentraten verwendet, die zum Ausgleich großer Blutverluste benötigt werden. In ca 10 Minuten werden 450 ml Blut entnommen.
  • Plasmapheresespenden werden benötigt, um daraus wichtige Medikamente und Impfstoffe herzustellen, z.B. Gerinnungsfaktorkonzentrate, Immunglobuline und Albumin. Eine Plasmapherese dauert 35-40 Minuten und dabei werden 550 bis 850 ml Plasma gewonnen.
  • Thrombozytapheresekonzentrate (Blutplättchenkonzentrate) werden vor allem für Tumorpatienten, z.B. leukämiekranke Kinder, benötigt, die zu wenig Blutplättchen bilden können. In einer 1-2 stündigen Spende werden zwei Konzentrate gewonnen.

Spendereignungsuntersuchung

Prinzipiell kann jeder gesunde Erwachsene zwischen 18 und 68 Jahren Blut oder Blutbestandteile spenden. Es gibt aber natürliche Gründe, dass man für eine bestimmte Zeit oder gar für immer nicht Blut spenden darf. (Ausschlusskriterien) Vor der ersten Spende wird in einer Voruntersuchung festgestellt, ob die gesundheitlichen Voraussetzungen dafür gegeben sind. Diese Spendereignungsuntersuchung nimmt etwa eine Stunde Zeit in Anspruch und besteht aus einer körperlichen Untersuchung, der Untersuchung von Blutproben und einem EKG.

Was muss ich mitbringen?

Bitte bringen Sie zur Voruntersuchung und zu jeder Spende Ihren Reisepass oder Personalausweis und Ihren Impfausweis mit.

Anmeldung erforderlich!

Um Ihre Wartezeiten so gering wie möglich zu halten, bitten wir Sie, vorab einen Termin für diese Voruntersuchungen zu vereinbaren.

Die telefonische Terminvereinbarung ist unter 09131 85-36457 zu folgenden Zeiten möglich:

 

Montag

8:00 -12:00

13:00 - 20:00

Dienstag, Mittwoch  

8:00 -12:00

13:00 - 16:00

Donnerstag

8:00 -12:00

13:00 - 20:30

Freitag

8:00 - 13:00

Viele Vorteile für die Spenderin & den Spender!

  • Gründliche Eignungsuntersuchung: Vor der Zulassung zur Spende steht eine umfangreiche Eignungsuntersuchung, bei der Sie unser Ärzteteam durchcheckt. Die Ergebnisse der Voruntersuchung können Sie einsehen und bei auffälligem Befunden erhalten Sie Bescheid, um gegebenenfalls eine weitergehende Behandlung zu beginnen.
  • Regelmäßige Grunduntersuchung: Bei jeder Spende wird Ihr Blut gründlich untersucht. Bei auffälligen Befunden erhalten Sie automatisch Bescheid.
  • Halbjährliche umfangreiche Laborkontrolle: Alle sechs Monate werden umfangreichere Laborkontrollen durchgeführt und alle zwei Jahre wird die körperliche Untersuchung wiederholt. So erhalten Sie bei jeder Spende kostenlos einen kleinen Gesundheitscheck.
  • Snack gefällig? Vor und nach der Spende können sie sich an unseren Kühlschränken bedienen und sich stärken.

Spendereignungsuntersuchung:

Der erste Schritt zum Spender ist die sogenannte "Spendereignungsuntersuchung", der erste Termin in unserer Spendeeinrichtung. Sie besteht aus einem ausführlichem Gespräch (inkl. der Beantwortung Ihrer Fragen und einiger Fragebögen), einer körperlicher Untersuchung und der Untersuchung von Blutproben. Um Ihre Wartezeiten so gering wie möglich zu halten, bitten wir Sie, vorab einen Termin für diese Voruntersuchungen unter 09131 85-36457 zu vereinbaren. Insgesamt müssen Sie mit einem Zeitbedarf von cirka 1 Stunde rechnen. Nach der Auswertung der Untersuchungsergebnisse in unseren Laboren und dem Erhalt des positiven Bescheids, können Sie den ersten Spendetermin bei uns vereinbaren.

Spende:

Beim vereinbarten Termin müssen Sie sich zunächst an unserem Empfang anmelden und drei Fragebögen zu ihrem aktuellen Befinden, etwaigen Krankheiten und/oder Verletzungen sowie Medikamenteneinnahmen ausfüllen. Anschließend können Sie es sich auf unseren Patientenliegen bequem machen und lesen, fernsehen oder ähnliches tun. Sie werden dann von einer Pflegekraft für die Spende vorbereitet, d.h. es wird u.a. Blutdruck, Puls und Körpertemperatur gemessen. Ebenfalls wird die spätere Punktionsstelle schon vorbereitet, d.h. die Staubinde angelegt und die Ellenbeuge desinfiziert. Danach wird Sie ein/e Arzt/Ärztin nochmals kurz befragen, den Halsbereich abtasten und die Unterlagen kontrollieren. Sollte alles in Ordnung sein, so werden Sie dann für Spende freigegeben und der/die Arzt/Ärztin punktiert Ihre Vene und die Blutspende beginnt. Nach der Spende (Vollblutspende ca. 5-12 Minuten, Apheresespende 45 - 90 Minuten) können Sie sich in Aufenthaltsraum erholen. Wichtig ist insbesondere eine ausreichende Flüssigkeitsaufnahme (idealerweise ca. 500 ml). Nach gesetzlichen Vorgaben ist nach der Spende eine Ruhezeit von 30 Minuten einzuhalten. Erst dann dürfen Sie die Spendeeinrichtung verlassen und wieder am Straßenverkehr teilnehmen.

Operationsrisiko durch Eigenblutspende minimieren

Die Zugabe von Blut ist bei etwa 10 Prozent der planbaren Operationen erforderlich. Bei der Eigenblutspende spendet der Patient Blut für eine spätere Transfusion an sich selbst. Durch eine solche Vorabspende kann bei planbaren Operationen die Übertragung von Fremdblut vermieden werden. Risiken der Fremdbluttransfusion wie die Übertragung von Infektionskrankheiten, Unverträglichkeiten und die Beeinträchtigung des Immunsystems entfallen dadurch.

Ob die Vorteile der Eigenblutspende die Risiken bei der Entnahme überwiegen, ist vom Gesundheitszustand und etwaigen Vorerkrankungen abhängig. Deshalb überlegt der Transfusionsmediziner mit Ihnen zusammen, ob für Sie die präoperativ Eigenblutspende die optimale Lösung zur Sicherung des Blutbedarfes während und nach Ihrer Operation darstellt.

Weitere Informationen zur Eigenblutspende

Leider dürfen Menschen bei uns dauerhaft nicht Blut spenden, wenn Sie...

  • an bestimmten chronischen Erkrankungen leiden, z.B. wie Zuckerkrankheit, bestimmte sog. Autoimmunkrankheiten, Epilepsie.
  • an schweren Herzkreislauferkrankungen leiden, z.B. sog. Erkrankung der Herzkranzgefäße (Koronare Herzkrankheit).
  • eine Infektionen wie HIV/AIDS, chronische Hepatitis B oder C, Lues/Syphillis haben bzw. hatten
  • dauerhaft mit Medikamenten behandelt werden müssen (Ausnahmen: Schilddrüsenhormone, Homöopathika, Pille, Vitaminpräparate)
  • Bürger eines Nicht-EU-Landes sind (Ausnahmen sind Andorra, Island, Liechtenstein, Monaco, Norwegen, San Marino, Schweiz, Vatikanstaat, Australien, Neuseeland, USA und Kanada)
  • sich zwischen dem 01.01.1980 und dem 31.12.1996 insgesamt länger als 6 Monate im Vereinigten Königreich Großbritannien und Nordirland aufgehalten haben (auch bei kürzeren Aufenthalten, wenn dort eine Transfusion oder/und eine Operation erfolgt ist)

Zeitlich befristet dürfen Menschen bei uns nicht Blut spenden nach...

  • banalem Infekt ohne Fieber für 1 Woche.
  • Hepatitis B-Impfung für 4 Wochen.
  • Impfung mit sog. Lebendimpfstoff, z.B. gegen Gelbfieber, Masern, Mumps, Röteln, Typhusschluckimpfung für 4 Wochen.
  • Infekt mit Fieber für 4 Wochen (nach Ausheilung).
  • Antibiotika-Einnahme für 4 Wochen (nach Beendigung).
  • Durchfall für 4 Wochen (nach Ende).
  • kleinen und mittleren Operation, z.B. Zahnextraktion, Entfernung Muttermal, Krampfadernoperation, Mandelentfernung, Blinddarmentfernung für 4 Wochen.
  • großer Operation für 4 Monate.
  • Endoskopie/Gewebeprobenentnahme/Katheteranwendung für 4 Monate (Ausnahme: Verwendung von Einmalmaterial).
  • Piercing oder Tätowierung für 4 Monate.
  • Akupunktur für 4 Monate (Ausnahme: durch Arzt mit sterilem Einmalmaterial).
  • Transfusion von Blutprodukten für 4 Monate.
  • Langzeitaufenthalten (43 Tage und mehr) in Bulgarien, Rumänien, Rußland und ehemalige GUS-Staaten, Asien, Süd- und Mittelamerika mit Karibik, Afrika und Ozeanien mit Ausnahme von Australien und Neuseeland für 4 Monate.

Über den Sexualverkehr können Infektionen, wie z.B. HIV oder Hepatitis, übertragen werden. Direkt nach der Ansteckung mit HIV und/oder Hepatitis kann ein Spender, ohne es zu wissen, infiziert sein und durch sein Blut den Empfänger der Spende anstecken. Leider können Labortests eine Infektion zum Teil erst bis zu 4 Monate nach der Ansteckung nachweisen. Aus diesem Grund fragen wir auch nach neuen Sexualpartnern in den letzten vier Monaten - mit Ihrer ehrlichen Antwort schützen Sie daher die Empfänger Ihrer Spende!

Blutspende in der Transfusionsmedizin

In der Transfusionsmedizinischen Abteilung des Universitätsklinikums Erlangen spenden täglich viele Menschen Blut, um anderen damit zu helfen. Einer von ihnen ist Thomas Zeiger. Das Team von "Gesund und fit" hat den 45-Jährigen bei der Blutspende begleitet.