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Transfusionsmedizin

Leiter:
Prof. Dr. med. Holger Hackstein, MBA
Transfusionsmedizin, Uni-Klinikum

Zum Geburtstag Gutes tun

Spenden in Höhe von insgesamt 3.580 Euro an die Stammzellbank für die Einlagerung von Nabelschnurblut

"Ich hab doch schon alles, was ich brauche", dachte sich Christa Meyer vor ihrem 77. Geburtstag im Dezember 2018 und bat ihre Gäste, statt noch mehr Schüsseln, Vasen oder Blumen lieber Geld für den guten Zweck zu geben. Ihre langjährige Freundin Christa Matschl hatte anlässlich ihres eigenen 75. Jahrestags im Oktober bereits die gleiche Idee gehabt. Jetzt übergaben die beiden Frauen einen gemeinsamen Scheck in Höhe von insgesamt 3.580 Euro an die Stammzellbank der Transfusionsmedizinischen und Hämostaseologischen Abteilung (Leiter: Prof. Dr. Holger Hackstein) des Universitätsklinikums Erlangen. Dank dieser und weiterer Spenden werden hier Stammzellen aus Nabelschnurblut präpariert und eingelagert, um zum Beispiel Leukämiepatienten zu helfen.
Zum Geburtstag einfach mal an andere denken: Das taten Christa Meyer (2. v. r.) und Christa Matschl (MdL a. D.) im vergangenen Jahr und übergaben jetzt einen Spendenscheck an Prof. Dr. Volker Weisbach (l., Leiter der Stammzellbank des Uni-Klinikums Erlangen) und Prof. Dr. Holger Hackstein (Leiter der Transfusionsmedizin). Foto: Melanie Schmitz/Uni-Klinikum Erlangen

Als "Schatz auf Eis" werden sie auch bezeichnet: die bei rund -190 Grad eingelagerten Stammzellen aus Nabelschnurblut. Sie sind deshalb so kostbar, weil die wandelbaren "Allround"-Zellen heute schon das Leben von Leukämiekranken retten können und morgen - dank der Tissue-Engineering-Technologie - vielleicht sogar die Organspende revolutionieren. Doch die Präparate sind rar. Das liegt nicht an mangelnden Spendern, sondern an den finanziellen Mitteln. "Da es sich um eine öffentliche Stammzellbank handelt, darf sie nicht aus Mitteln der Krankenversorgung getragen werden", erklärt Prof. Hackstein. "Wir sind also auf Spenden dringend angewiesen, um diese Präparate einzulagern, die für einen Patienten lebensrettend sein können." Pro Einheit entstehen einmalige Kosten von rund 1.000 Euro. Mindestens drei Stammzelleinlagerungen haben Christa Meyer, Christa Matschl und ihre Geburtstagsgäste jetzt also ermöglicht.

Weitere Informationen:

Prof. Dr. Volker Weisbach
Telefon: 09131 85-36972
E-Mail: volker.weisbachatuk-erlangen.de

 

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