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Transfusionsmedizin

Leiter:
Prof. Dr. med. Holger Hackstein, MBA
Transfusionsmedizin, Uni-Klinikum

Staatsministerin besuchte Stammzellbank

Melanie Huml informierte sich über zukunftsweisende Forschung zum Nabelschnurblut am Uni-Klinikum Erlangen

Nur etwa 100 ml Blut mit ganz viel Potenzial: In Nabelschnurblut, das im Rahmen der Geburt quasi nebenbei gespendet werden kann, setzen Mediziner weltweit große Hoffnung. Denn aus dem früheren Wegwerfprodukt gewinnen die Ärzte heute wertvolle Stammzellen, mit denen bereits etliche Leukämiepatienten geheilt werden konnten. Über weitere zukunftsweisende Forschungsansätze rund um das Nabelschnurblut informierte sich Melanie Huml, Bayerische Staatsministerin für Gesundheit und Pflege, am Montag, 7. November 2016, in der Stammzellbank der Transfusionsmedizinischen und Hämostaseologischen Abteilung (Leiter: Prof. Dr. Reinhold Eckstein) des Universitätsklinikums Erlangen.
Melanie Huml, Staatsministerin für Gesundheit und Pflege (vorne Mitte), bei ihrem Besuch der Stammzellbank am Uni-Klinikum Erlangen. Sie wurde begleitet von (v. l.): Prof. Dr. Rainer Fietkau, stellvertretender Ärztlicher Direktor des Uni-Klinikums, Dr. Albrecht Bender, Kaufmännischer Direktor, Prof. Dr. Reinhold Eckstein, Leiter der Transfusionsmedizin, Prof. Dr. Volker Weisbach, Leiter der Stammzellbank, Christa Matschl, MdL a. D., Gert Bernscher, Referatsleiter im Bayerischen Gesundheitsministerium und Prof. Dr. Werner Daniel, Vorsitzender der Forschungsstiftung Medizin am Uni-Klinikum Erlangen. Foto: Uni-Klinikum Erlangen

"Die Stammzelltherapie ist für viele Patienten eine Chance auf ein neues Leben", sagte Melanie Huml bei ihrem Besuch am Montag. "Ich freue mich, dass wir mit der Stammzellbank eine der führenden Einrichtungen dieser Art in Bayern haben. Gleichzeitig muss aber auch die wissenschaftliche Forschung in diesem Bereich vorangetrieben werden." Diese ist am Uni-Klinikum bereits fest in Planung: Neben der bereits etablierten Transplantation der lebensrettenden Stammzellen aus Nabelschnurblut wollen die Experten des Uni-Klinikums Erlangen nun auch den Einsatz dieser Zellen beispielweise beim Tissue Engineering (Methode der Züchtung von natürlichem Gewebe) und in der regenerativen Medizin weiter erforschen.

"Bei unserem Treffen stellten wir der Staatsministerin unser Konzept eines Kompetenzzentrums vor, in dem insbesondere die chirurgischen Fächer miteinander vernetzt werden sollen", erklärt Prof. Dr. Volker Weisbach, Leiter der Stammzellbank des Uni-Klinikums Erlangen. Denn schon heute arbeiten die Spezialisten intensiv an dem Ziel, Patienten in einigen Jahren mit gezüchteten Stimmbändern oder Herzklappen helfen zu können. "Das ist im Moment natürlich noch Zukunftsmusik", sagt Prof. Dr. Reinhold Eckstein, Leiter der Transfusionsmedizin des Uni-Klinikums Erlangen. "Aber mit unserer klinisch und wissenschaftlich auf höchstem Niveau arbeitenden Stammzellbank sind wir bestens aufgestellt, um diese Zukunft in Erlangen zu gestalten."

Erlanger Stammzellbank

Die Stammzellbank des Uni-Klinikums Erlangen wurde mit Unterstützung der Bayerischen Staatsregierung seit Ende der 1990er-Jahre kontinuierlich aufgebaut. Als damals dritte deutsche Einrichtung dieser Art verfügt sie seit 2004 über die arzneimittelrechtliche Zulassung des Paul-Ehrlich-Instituts. Aktuell lagern in der Erlanger Stammzellbank rund 1.500 Blutpräparate. Jede einzelne Einlagerung kostet einmalig 1.000 Euro und muss derzeit noch durch Spenden finanziert werden.

Weitere Informationen:

Prof. Dr. Volker Weisbach
Telefon: 09131 85-36972
E-Mail: volker.weisbachatuk-erlangen.de

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