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Transfusionsmedizin

Leiter:
Prof. Dr. med. Holger Hackstein, MBA
Transfusionsmedizin, Uni-Klinikum, Onkologie

Antenne Bayern unterstützt "Initivative Lebensbank"

Sender ruft zu Spenden für Stammzelleneinlagerung auf

Rund 10.000 Menschen erkranken in Deutschland jährlich an Leukämie. Für die meisten erkrankten Kinder und Erwachsenen stellt eine Stammzelltherapie die letzte Hoffnung auf Heilung dar. Für fast ein Drittel der Patienten findet sich unter den Geschwistern und den registrierten Freiwilligen kein passender Stammzellspender. Wenn dann die Leukämie trotz intensiver Behandlung nicht aufzuhalten ist, kann nur noch das unverzüglich verfügbare, weil eingefroren gelagerte Nabelschnurblut helfen. Antenne Bayern informiert in dieser Woche über das Verfahren und ruft seine Hörer zu Spenden für die "Initiative Lebensbank" auf, damit die Stammzelleinlagerung für Leukämiepatienten ausgedehnt werden kann.

"Mit der "Initiative Lebensbank" kann jeder helfen, Leben zu retten", so Prof. Dr. Volker Weisbach, Oberarzt der Transfusionsmedizinischen und Hämostaseologischen Abteilung des Universitätsklinikums Erlangen (Leiter: Prof. Dr. Reinhold Eckstein). "Pro Einlagerung eines Stammzellenkonzentrats fallen durchschnittlich Kosten von rund 1.000 Euro an, da noch keine vollständig gesicherte Förderung vorliegt", erläutert Prof. Weisbach. Da diese Kosten bislang nicht von den Krankenkassen übernommen werden, sind die Träger der Stammzellenbank auf Spenden angewiesen, um für möglichst viele Patienten entsprechende Konzentrate zur Verfügung zu stellen. "Unterstützen Sie uns im Kampf gegen Leukämie", so Prof. Weisbach. "Bei unserer Arbeit sind wir auf die Mithilfe der Bürger angewiesen - sowohl durch die Spende von Nabelschnurblut als auch bei Geldspenden, die uns die Einlagerung der Stammzellen ermöglichen. Jeder Euro hilft." Darum hat das Universitätsklinikum Erlangen in Zusammenarbeit mit Antenne Bayern jetzt die Aktion "100 mal 1.000 - 1.000 mal 100" ins Leben gerufen. Gesucht werden 100 Unternehmen oder Personen in Bayern, die jeweils 1.000 Euro spenden, und 1.000 Menschen die jeweils 100 Euro spenden! Spenden gehen bitte an "Initiative Lebensbank", Kontonummer 84000, Bayern LB, BLZ: 700 500 00.

Nabelschnurblut als Hoffnungsträger

Die Gewinnung von Nabelschnurblut ist weder für das Kind noch für die Mutter mit Risiken verbunden, dem Kind selbst wird kein Blut entnommen. Vielmehr wird das bei der Geburt in der verbleibenden Nabelschnur befindliche, kindliche Blut (ca. 80 ml) gesammelt, das ansonsten ungenutzt verworfen würde. Das entnommene Nabelschnurblut wird anschließend über flüssigem Stickstoff bei etwa -170 °C tiefgefroren gelagert (Kryokonservierung). "Wir gehen davon aus, dass die Zellen ein Leben lang funktionsfähig bleiben. Stammzellen aus Nabelschnurblut sind die Hoffnungsträger in der Medizin", so Prof. Weisbach. Das Nabelschnurblut ist so wertvoll, weil es reich an Stamm- und Vorläuferzellen ist. Diese sind in der Lage, sich nach entsprechender Aufarbeitung in unterschiedlichste Körperzellen zu entwickeln. Der Vorteil: Bei einer späteren Verwendung in einer Stammzellentherapie sind die möglichen Abstoßungsreaktionen deutlich geringer; das steigert den Erfolg der Therapie maßgeblich. In den Räumen der Erlanger Stammzellbank findet die Aufbereitung und Lagerung von Nabelschnurblut aus ganz Deutschland statt.

Weitere Infos: www.lebensbank.org oder Antenne Bayern-Aktions-Webseite 

Weitere Informationen:

Prof. Dr. med. Volker Weisbach
Telefon: 09131 85-36910
E-Mail: volker.weisbachatuk-erlangen.de

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